SPE Steckgesichter / 100BASE-T1 bis 1000Base-T1 hybrid pinout

SPE-Steckgesichter – Normungen / Standards für die Pinbelegung

Das noch relativ junge Thema der Single Pair Ethernet-Steckverbinder Standards gewinnt mit der weiteren Verbreitung dieser Technologie an Bedeutung. Für Kommunikationssysteme sind einheitliche Normen existenziell wichtig und notwendig. Nur so lassen sich weltweit funktionierende Ethernet-Netzwerke planen, aufbauen und betreiben.

IEEE-Standards wie 802.3cg oder 802.3bw definieren elektrische Parameter, Übertragungsverfahren und Protokollschichten. Für Mechanische Schnittstellen, Steckerbelegungen, Kabelkonstruktion oder Power-Delivery-Architekturen verbleibt Offenheit für anwendungsspezifische Optimierungen. Dennoch macht auch dafür eine Standardisierung bzw. Normung, orientiert an der aktuellen Marktpraxis, Sinn.

Die Nutzung von Single Pair Ethernet erfolgt sinnvollerweise nach folgender Systematik/Normung:

SPE Steckgesichter / Pinouts Stecker

100Base-T1 h*
1000Base-T1 h*
*h=hybrid
(or Spare Pair)

DA+

DA-

+24V

GND

SPE Steckgesichter / Pinouts Kabel

100Base-T1 h*
1000Base-T1 h*
*h=hybrid
(or Spare Pair)

DA+

DA-

+24V

GND

Übersicht SPE Steckgesichter – Download als Tabelle

Hier stellen wir Ihnen eine Übersicht der 100BASE-T1 hybrid pinouts als Tabelle zum Download zur Verfügung.

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Single Pair Ethernet: IP-Kommunikation dort, wo sie bisher unmöglich war

Der eigentliche Durchbruch: Vernetzung im Miniaturformat

Single Pair Ethernet (SPE) löst ein fundamentales Problem moderner Produktentwicklung: Wie bringe ich IP-basierte Kommunikation in Geräte, die dafür bisher zu klein waren? Der entscheidende Fortschritt liegt nicht in dünneren Kabeln oder Gewichtsersparnis – diese Aspekte sind Nebeneffekte. Der Kern ist die drastisch miniaturisierte Elektronik, die SPE-Transceiver ermöglichen.

Während herkömmliche Ethernet-PHYs für 100BASE-TX erhebliche Chipfläche, komplexe Multilayer-Layouts und aufwendige Magnetics benötigen, schrumpft die 100BASE-T1-Elektronik auf wenige Quadratmillimeter. Diese Miniaturisierung eröffnet völlig neue Anwendungsfelder: Sensoren, die bisher auf proprietäre Bussysteme oder analoge Schnittstellen angewiesen waren, kommunizieren jetzt direkt via TCP/IP – ohne Gateway, ohne Protokollkonverter, ohne zusätzliche Infrastruktur.

Direkte IP-Integration: Der wahre Mehrwert

Der Paradigmenwechsel besteht darin, dass Endgeräte unmittelbar Teil des IP-Netzwerks werden. Ein Temperatursensor wird zum Webserver mit eigener IP-Adresse. Ein Aktuator empfängt MQTT-Nachrichten ohne Zwischensystem. Eine Kamera streamt direkt per RTSP, ohne dass ein Feldbus-Gateway die Daten konvertieren muss.

Diese direkte Integration eliminiert Systemkomplexität: Keine proprietären Protokollstacks mehr, keine Master-Slave-Topologien mit zentralem Feldbus-Controller, keine aufwendigen Konfigurationstools für Buskoppler. Standard-IT-Infrastruktur – Router, Switches, Firewalls, Monitoring-Software – funktioniert ohne Modifikation. Ein Netzwerkadministrator kann SPE-Geräte mit denselben Tools verwalten wie jeden anderen IP-Endpunkt.

Technisch wird diese Revolution durch die kompakte SPE-Elektronik möglich. Ein 100BASE-T1-PHY benötigt keine aufwendigen Hybrid-Transformatoren für vier Adernpaare, keine komplexe Echokompensation für bidirektionale Vierdraht-Übertragung. Die reduzierte Signalverarbeitung schrumpft Chipgröße, Stromverbrauch und Platzbedarf auf ein Niveau, das Ethernet erstmals für miniaturisierte Geräte praktikabel macht.

Hybrides SPE: Warum die Trennung von Daten und Strom entscheidend ist

Bei der Implementierung von Single Pair Ethernet stellt sich eine zentrale Architekturfrage: Power over Data Line (PoDL) oder Hybrid-Lösung? Die Antwort hat fundamentale Auswirkungen auf die Gerätegröße – und damit auf die Realisierbarkeit des eigentlichen SPE-Vorteils.

Hybrides Single Pair Ethernet trennt physikalisch die Funktionen: Ein Twisted Pair überträgt die Daten, separate Adern im selben Kabel führen die Stromversorgung. Diese Architektur ermöglicht es, die SPE-Elektronik minimal zu halten. Der 100BASE-T1-PHY konzentriert sich ausschließlich auf Signalverarbeitung, während konventionelle Stromversorgungsschaltungen die Energieverteilung übernehmen.

Im Gegensatz dazu erfordert PoDL (Power over Data Line) erhebliche zusätzliche Elektronik im Gerät: Induktivitäten zur Einkopplung der Versorgungsspannung auf die Twisted Pair Leitung, Filter zur Unterdrückung von Störungen zwischen Daten- und Stromsignal, aufwendige EMV-Schutzschaltungen. Diese Komponenten benötigen Platinenfläche, erhöhen die Bauteilkosten und vergrößern das Gerät signifikant.

Der Vorteil von SPE – Ethernet dort, wo Platz knapp ist – wird durch PoDL teilweise zunichte gemacht. Ein Sensor, dessen Elektronik dank 100BASE-T1 auf 10×10 mm schrumpfen könnte, wächst durch PoDL-Schaltungstechnik wieder auf das Doppelte oder Dreifache. Hybrides SPE bewahrt dagegen die Miniaturisierung: Die Stromversorgung bleibt konventionell und kompakt, die Datenelektronik minimal.

Daisy Chaining: Hybride Architektur als Topologie-Enabler

Ein weiterer Aspekt, der hybrides SPE zur praktisch überlegenen Lösung macht, ist echtes Daisy Chaining. Geräte lassen sich in Reihe schalten, wobei jedes sowohl Daten als auch Strom an nachfolgende Teilnehmer weiterleitet – über ein einziges Kabel.

Diese Topologie reduziert Installations- und Kabelaufwand dramatisch: Statt sternförmiger Verkabelung mit individuellen Leitungen zu jedem Sensor genügt eine durchgehende Verbindung. In einer Produktionslinie mit 30 Sensoren bedeutet das 29 Kabelstrecken weniger zur Zentrale. Die physikalische Trennung von Daten- und Stromadern im hybriden Kabel verhindert dabei gegenseitige Beeinflussung und ermöglicht variablere Leistungsübertragung als bei PoDL-Systemen.

Praktisch funktioniert das so: Ein Gerät empfängt über die Twisted Pair Adern Ethernet-Pakete und wird über die Versorgungsadern aus dem gemeinsamen Stromkreis gespeist. Es verarbeitet seine Daten und reicht die Ethernet-Kommunikation zum nächsten Gerät weiter, während alle Teilnehmer parallel aus demselben durchlaufenden Stromkreislauf versorgt werden, der vom Einspeisepunkt ausgeht. Alles über eine einzige Kabelverbindung. Diese Topologiefreiheit ist besonders wertvoll bei linearen Installationen wie Förderbändern, Beleuchtungsreihen oder Fahrzeugkabelbäumen.

Sensor und Adapter: Das Gesamtpaket zählt

Die Miniaturisierung der SPE-Elektronik ermöglicht auch Nachrüsten von Netzwerkfunktionalität. Bei hybrider Architektur kann ein M8- oder M12-Adapter einen 100BASE-T1-PHY beherbergen.

Resultat: Intelligente Sensoren, die als eigenständige Netzwerkknoten agieren. Ein Sensor mit analogem Ausgang wird durch einen SPE-fähigen Adapter zum IP-Gerät – ohne dass der Sensor selbst modifiziert werden muss. Der Adapter übernimmt ADC-Wandlung, Datenaufbereitung und Ethernet-Übertragung.

Diese Integration wäre mit PoDL erheblich schwieriger: Die zusätzliche Schaltungstechnik würde den Adapter vergrößern und verteuern. Hybrides SPE hält auch hier die Komplexität beherrschbar – der Adapter konzentriert sich auf Datenkommunikation, die Stromverteilung bleibt konventionell.

100BASE-T1: Die wirtschaftliche Referenz

Unter den SPE-Varianten dominiert 100BASE-T1 den Markt dank der Automobilindustrie, die diese Variante hundertmillionenfach einsetzt. Die Technologie überträgt 100 Mbit/s über Distanzen bis 40 Meter (laut Norm, in Realität weit über 100 Meter) und deckt damit industrielle Standardanwendungen vollständig ab.

Entscheidend: 100BASE-T1-PHYs sind heute verfügbar, ausgereift und kostengünstig. Hersteller wie Texas Instruments, Broadcom oder NXP bieten Transceiver in Großserie. Zudem wird weniger Chipfläche als bei 10Base-T1L benötigt. Damit wird es perspektivisch der günstigste T1 Standard bleiben.

Im Vergleich zu 1000BASE-T1 (Gigabit-SPE) entfallen bei 100BASE-T1 komplexe Mehrstufenmodulation und aufwendige Echokompensation. Die vereinfachte Signalverarbeitung reduziert nicht nur Chipkosten, sondern auch die erforderliche Platinenfläche für externe Komponenten. Für typische Sensor-, Aktorik- und Steuerungsaufgaben reicht die Bandbreite von 100 Mbit/s vollständig.

Praktische Pinbelegung: Marktstandards für hybrides SPE

Die Frage nach SPE-Steckverbinder-Spezifikationen oder SPE-Pinbelegung führt zu einem wichtigen Aspekt: IEEE-Normen definieren elektrische Parameter, aber keine mechanischen Schnittstellen. Diese Lücke füllt der Markt durch faktische Standards, die sich in der Praxis durchgesetzt haben.

Die Technologie findet zunehmend Verwendung bei M8- und M12-Industriesteckverbindern sowie miniaturisierten Automotive-Steckern. Die klare Funktionstrennung vereinfacht Systemdesign: Netzwerkkomponenten bleiben schlank ohne PoDL-Elektronik, Stromversorgungseinheiten arbeiten unabhängig von der PHY-Schicht.

Hersteller von Steckverbindern, Geräteentwickler und Systemintegratoren nutzen diese Belegung bereits produktiv – nicht weil eine Norm es vorschreibt, sondern weil der Markt diese Lösung als wirtschaftlich optimal erkannt hat. Die Verfügbarkeit kompatibler Komponenten verschiedener Hersteller bestätigt die faktische Standardisierung.


Schirmung: Praktische Realität statt theoretischer Anforderungen

Ein häufig diskutierter Aspekt bei SPE-Implementierungen ist die Kabelschirmung – doch die Praxis zeigt eine klare Realität: Die überwiegende Mehrheit der Sensoren und Aktoren verfügt über kein Metallgehäuse mit Schirmanbindung. Kunststoffgehäuse dominieren den Markt aus Kosten-, Gewichts- und Fertigungsgründen. Ein geschirmtes SPE-Kabel an ein Gerät ohne Schirmkontaktierung anzuschließen, macht die Schirmung funktionslos – sie kann ihre EMV-Schutzwirkung nur entfalten, wenn beide Kabelenden mit Masse verbunden sind.

Daher ist es wirtschaftlich und technisch sinnvoller, SPE-Systeme von vornherein mit ungeschirmten Kabeln zu planen. Die Twisted Pair Struktur bietet bereits durch ihre differentielle Signalübertragung erhebliche Störfestigkeit. Für industrielle Umgebungen mit moderaten EMV-Anforderungen reicht dies vollständig aus. Geschirmte Varianten bleiben Spezialfällen vorbehalten, wo tatsächlich metallische Gehäuse mit ordnungsgemäßer Schirmanbindung vorhanden sind – etwa bei Schaltschrankmontage oder Hochleistungsaktorik. Für die typische SPE-Anwendung mit Kunststoffsensoren ist ungeschirmtes Kabel die pragmatische, kostengünstige und technisch angemessene Wahl.

Twisted Pair: Die technische Grundlage

Die Datenübertragung bei SPE erfolgt über ein Twisted Pair Kabel – ein verdrilltes Adernpaar, dessen Geometrie elektromagnetische Störungen kompensiert. Die differentielle Signalisierung nutzt beide Adern für dasselbe Signal in entgegengesetzter Polarität. Externe Störungen, die beide Adern gleichermaßen beeinflussen, werden am Empfänger durch Differenzbildung eliminiert.

Diese bewährte Technik macht SPE robust gegen EMV-Einflüsse – kritisch in industriellen Umgebungen mit Motoren, Schweißgeräten oder Hochfrequenzsystemen. Die Twisted Pair Struktur ist keine SPE-spezifische Innovation, sondern übernommene Best Practice aus jahrzehntelanger Ethernet-Entwicklung. Der Unterschied: SPE benötigt nur ein Paar statt vier.
Für hybride Implementierungen enthält das Kabel zusätzlich zum Twisted Pair separate Adern für die Stromversorgung. Typische Ausführungen nutzen 4-adrige Kabel, wobei ein verdrilltes Paar für Daten und zwei Adern für Strom verwendet werden.

Normen als Rahmen: Was IEEE definiert und was nicht

Ein verbreitetes Missverständnis: IEEE-Standards wie 802.3cg oder 802.3bw würden umfassend festlegen, wie SPE-Systeme auszusehen haben. Tatsächlich beschränken sich diese Normen auf elektrische Parameter (Signalpegel, Impedanz, Bitfehlerrate), Übertragungsverfahren (Modulation, Codierung) und Protokollschichten (Physical Layer, Auto-Negotiation).

Mechanische Schnittstellen, Steckerbelegungen, Kabelkonstruktion oder Power-Delivery-Architekturen bleiben explizit außerhalb des Normungsbereichs. Diese Offenheit ist gewollt: Sie ermöglicht anwendungsspezifische Optimierungen. Ein SPE-System für Automobilsensorik hat andere Anforderungen als Gebäudeautomation – unterschiedliche Steckverbinder, Schirmungskonzepte und Leistungsklassen sind notwendig.

Die Norm garantiert lediglich, dass 100BASE-T1-Transceiver verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren können. Die restlichen Systemdetails definiert der Markt durch Referenzimplementierungen, Best Practices und Industriekonsortien wie PROFINET oder OPEN Alliance.

Marktgetriebene Standardisierung: Wie SPE heute implementiert wird

In Abwesenheit bindender mechanischer Vorgaben orientiert sich die Praxis an etablierten Implementierungen führender Hersteller. Für hybrides SPE mit 100BASE-T1 bedeutet das konkret:

Steckverbinder:
Einfache Klemmen. Auch M12-Standard (IEC 61076-2-101) mit 4-poliger A-Codierung oder spezialisierte SPE-Varianten. Für kompaktere Anwendungen M8-Ausführungen.

Kabel:
4-adrige Konstruktion mit einem Twisted Pair und zwei Versorgungsadern. Typisch sind Querschnitte von 0,25-0,5 mm² für Daten und 0,5-1,0 mm² für Strom.

PHY-Chips:
1100BASE-T1-Transceiver nach IEEE 802.3bw von Texas Instruments, Broadcom oder NXP.

Leistungsübertragung:
Typisch 12-48V DC mit bis zu 50W Gesamtleistung, verteilt über Daisy Chain. In der Industrie ist 24VDC der defacto Standard, dank Hybridansatz ist die Leistung unabhängig, für Sensorsegmente sind 2A (48W) eine gute Größe.

Diese Kombination ist heute verfügbar, interoperabel und wirtschaftlich. Systemintegratoren können Komponenten verschiedener Hersteller kombinieren und funktionale Kompatibilität erwarten – nicht durch normative Vorgaben, sondern durch marktbasierte Konvergenz.

 

Praxisvorteile für Systementwickler

Die Kombination aus miniaturisierter Elektronik, hybrider Architektur und 100BASE-T1-Standard eröffnet konkrete Designvorteile:

IP-Integration ohne Platzverlust:
Geräte, die bisher aus Platzgründen auf analoge Schnittstellen oder proprietäre Busse angewiesen waren, werden netzwerkfähig ohne Größenzunahme.

Eliminierung von Gateways:
Direkte TCP/IP-Kommunikation ersetzt Feldbus-zu-Ethernet-Konverter. Das spart Hardware, schafft Transparenz und vereinfacht die Systemarchitektur.

Durchgängige Kommunikation:
Durch IP-Kommunikation ist der Übergang zu 2- und 4-paarigem Ethernet, WiFi, Fiber usw. nahtlos.

Standardisierte Softwareentwicklung:
Entwickler nutzen konventionelle Netzwerkstacks, Libraries und Tools. Keine proprietären SDKs, keine herstellerspezifischen Protokolle.

Daisy Chain-Topologien:
Lineare Verkabelung statt Sternstruktur reduziert Installationsaufwand. In Anwendungen mit vielen sequenziell angeordneten Sensoren (Produktionslinien, Gebäudefassaden) sinkt der Verkabelungsaufwand um 80% oder mehr.

Zukunftssicherheit:
Standard-Ethernet-Protokolle garantieren Langlebigkeit. Während proprietäre Bussysteme mit Herstellersupport stehen und fallen, ist TCP/IP-Infrastruktur universell verfügbar.

Skalierbare Sicherheit:
Etablierte IT-Security-Konzepte (VLANs, TLS, Firewalls) funktionieren ohne Anpassung. Ein SPE-Sensor lässt sich mit denselben Methoden absichern wie jeder andere IP-Endpunkt.

Praktischer Implementierungsleitfaden

Für Entwickler, die heute SPE-basierte Systeme konzipieren, ergibt sich folgende wirtschaftlich optimale Konfiguration:

  • Physical Layer: 100BASE-T1 nach IEEE 802.3bw

  • Architektur: Hybrid mit getrennten Daten- und Stromadern

  • Steckverbinder: M12 4-polig oder M8 4-polig, je nach Platzverfügbarkeit

  • Kabel: 4-adrig mit min. einem verdrillten Adernpaar

  • PHY-Auswahl: Standardkomponenten der genannten Hersteller

  • Topologie: Daisy Chain wo möglich, Stern wo erforderlich


Diese Spezifikation ist keine theoretische Empfehlung, sondern reflektiert aktuelle Marktpraxis. Hersteller industrieller Netzwerktechnik, Automotive-Zulieferer und Gebäudeautomationsspezialisten nutzen exakt diese Konfiguration in Serienprodukten.

Fazit: SPE bringt IP-Kommunikation dorthin, wo Platz kritisch ist

Single Pair Ethernet ist keine Technologie für dünnere Kabel oder leichtere Installationen – diese Aspekte sind Beiwerk. Der fundamentale Mehrwert liegt in der Demokratisierung von IP-Netzwerken: Geräte, die bisher aus Platzgründen auf analoge Schnittstellen oder proprietäre Busse angewiesen waren, kommunizieren jetzt direkt via TCP/IP.

Möglich wird das durch drastisch miniaturisierte Elektronik, die 100BASE-T1-PHYs bieten. Hybrides SPE bewahrt diesen Vorteil, indem es die Elektronik schlank hält – im Gegensatz zu PoDL-Lösungen, die durch zusätzliche Schaltungstechnik die Geräte wieder vergrößern würden.

Die praktische Implementierung ist heute marktreif: 100BASE-T1-Chips sind verfügbar und kostengünstig, die 4-polige Hybrid-Pinbelegung hat sich faktisch standardisiert, M8/M12-Steckverbinder sind am Markt etabliert. Entwickler, die nach wirtschaftlich sinnvoller SPE-Implementierung suchen, finden in dieser Kombination die Antwort – nicht als Zukunftsvision, sondern als verfügbare, erprobte Lösung, die bereits produktiv genutzt wird.

 

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